im Jahr 2026 feiern wir das 25-jährige Bestehen der Freundeder Kammermusik. Vor 25 Jahren habe ich gemeinsam mit 17 weiteren Musikbegeisterten diesen Verein gegründet. Unser Ziel war es, Kammermusik auf hohem Niveau auch in einer eher ländlichen Umgebung erlebbar zu machen.
Besucher für Kammermusik zu gewinnen, ist kein leichtes Unterfangen – sie gilt noch immer als etwas elitär und ist weniger populär als etwa Orchestermusik. Dennoch haben sich im Laufe der Zeit 87 Mitglieder gefunden, die unsere Konzertreihe mit ihren Beiträgen unterstützen. Zahlreiche einheimische Firmen, Geschäftsleute, Banken, Institutionen, Stiftungen und Privatpersonen haben uns zudem mit großzügigen Spenden geholfen.
Dafür möchte ich Ihnen allen herzlich danken – ohne diese Unterstützung könnten wir die hervorragenden Musikerinnen und Musiker, die bei uns auftreten, nicht engagieren. Die seit nunmehr 20 Jahren bestehende Zusammenarbeit mit dem Deutschen Musikwettbewerb hat uns immer wieder außergewöhnliche Talente beschert, von denen viele später große Karrieren gemacht haben. Einige von ihnen begleiten wir seit ihren Anfängen und laden sie immer wieder gerne zu Konzerten ein.
Im Laufe der Jahre entstand auch der Wunsch, unseren musikalischen Horizont zu erweitern. So haben wir unser Programm um Jazz- und Weltmusik-Konzerte ergänzt. Diese Veranstaltungen – häufig in der Oberen Mühle – erfreuen sich großer Beliebtheit und bringen eine wunderbare stilistische Vielfalt in unsere Konzertreihe.
Ich lade Sie herzlich ein, unsere acht Konzerte im kommenden Jahr zu genießen – mit wunderbarer Musik und exzellenten Künstlerinnen und Künstlern.
Fridolin Wienand
1. Vorsitzender
Unsere Konzerte
Jasper Trio
Sonntag, 18. Januar 2026 18:00 Uhr
Trio

Yuliia Van Violine
Lukas Rothenfußer Violoncello
Jung Eun Séverine Kim Klavier
Das Jasper Trio ist mehr als die Summe seiner Teile: Yuliia Van (Violine), Lukas Rothenfußer (Violoncello) und Jung Eun Séverine Kim (Klavier) verbindet nicht nur die Begeisterung für die Klaviertrioliteratur, sie teilen neben der Freude am gemeinsamen Musizieren auch die Faszination für das kammermusikalische Miteinander. Drei Individuen auf der Suche nach einem größeren Ganzen: Ihre Zusammenarbeit ist dabei geprägt von der Lust am Erzählen, dem Erkunden musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten, die sich so nur im Ensemble verwirklichen lassen, und dem Erforschen neuer Perspektiven.
Sie waren 2022 Semifinalisten beim Internationalen Kammermusikwettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ in Graz und im Frühjahr 2023 Finalisten des Internationalen Kammermusikwettbewerbs in Lyon. Im Jahr 2024 sind sie als Finalisten des Deutschen Musikwettbewerbs in die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb aufgenommen worden und haben darüber hinaus den Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben erhalten.
Ihre Konzerttätigkeit hat die drei engagierten Kammermusiker bereits auf die großen Bühnen unter anderem in Deutschland, Österreich, China, Korea und der Ukraine geführt.
Robert Schumann (1810-1856)
Klaviertrio Nr. 1 in d-Moll op. 63
Antonín Dvořák (1841-1904)
Klaviertrio Nr. 3 in f-Moll op. 65
Veranstaltungsort: Musikpavillon
Eintritt: 25,00 EUR


Wies de Boevé, Tomoko Takahashi
Samstag, 14. Februar 2026 19:30 Uhr
Duo

Wies de Boevé Kontrabass
Tomoko Takahashi Klavier
Wies de Boevé wurde 1987 in Belgien geboren und begann sein Kontrabass-Studium in Antwerpen, das er in Zürich fortsetzte. Anschließend wurde er in die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker aufgenommen und erhielt Unterricht bei den Solo-Bassisten des Orchesters. Gleichzeitig absolvierte er das Solistendiplom in Luzern und schloss sein Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin mit dem Konzertexamen ab. Als Erster Preisträger von sechs internationalen Musikwettbewerben, darunter der Deutsche Musikwettbewerb 2015, der 65. ARD-Musikwettbewerb 2016 und der Bottesini-Wettbewerb 2017, gilt er heute als einer der erfolgreichsten jungen Kontrabassisten Europas. Wies de Boevé ist Solo-Kontrabassist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Er unterrichtet an der Zürcher Hochschule der Künste, an der Orchesterakademie des BR und ist Professor an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid.
Die Pianistin Tomoko Takahashi wurde in Japan geboren, begann vierjährig mit dem Klavierspiel und studierte in Tokio und Berlin, wo sie 1995 ihr Konzertexamen mit Auszeichnung ablegte. Sie war zweifache Preisträgerin des Arthur-Schnabel-Wettbewerbs und musiziert regelmäßig mit den Berliner Philharmonikern. Ihrem Spiel wird sinnliche Wärme, wache Intelligenz und feine Sensibilität bescheinigt.
Werke von:
Johannes Brahms (1833-1897)
Giovanni Bottesini (1821-1889)
Sergei Rachmaninow (1873-1943)
Francis Poulenc (1899-1963)
Jacob Druckman (1928–1996)
Veranstaltungsort: Musikpavillon
Eintritt: 30,00 EUR
Duo Riul
Samstag, 28. März 2026 19:30 Uhr
Duo

Sebastian Manz Klarinette
Martin Klett Klavier
Sebastian Manz, internationaler Solist, Kammermusiker und Solo-Klarinettist im SWR Symphonieorchester, feierte seinen großen Durchbruch 2008 beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Dort erhielt er den 1. Preis in der Kategorie Klarinette, der seit 40 Jahren nicht mehr in dieser Rubrik vergeben worden war. Seitdem erhielt er dreimal den ECHO KLASSIK für herausragende CD-Einspielungen sowie den begehrten Emerging Artist Award in New York. Keine Geringeren als Sabine Meyer und Rainer Wehle zählen zu seinen wichtigsten Lehrern und Förderern. Mit seinem Klavierpartner Martin Klett gewann er den Deutschen Musikwettbewerb.
Martin Klett hat sich als außerordentlich vielseitiger und wandlungsfähiger Pianist einen Namen gemacht. Seine intuitive und natürliche Art zu musizieren trifft auf große Neugier und Entdeckergeist. In seinem Konzertkalender findet sich eine außergewöhnlich große stilistische Bandbreite. Im April 2025 folgte er dem Ruf an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar als Professor für Kammermusik.
Beide Musiker haben schon mehrere Male in dieser und in anderen Besetzungen bei den „Freunden der Kammermusik“ in Uffenheim konzertiert.
Johannes Brahms (1833-1897)
Sonate für Klarinette und
Klavier op. 120 Nr. 1 und 2
Robert Schumann (1810-1856)
Fantasiestücke für Klarinette und
Klavier op. 73
Niels Wilhelm Gade (1817-1890)
Fantasiestücke für Klarinette und
Klavier op. 43
Veranstaltungsort: Obere Mühle, Mühlstraße 33, Uffenheim
Eintritt: 30,00 EUR
Eliot Quartett | Jubiläumskonzert
Sonntag, 10. Mai 2026 18:00 Uhr
Streichquartett

Maryana Osipova Violine
Alexander Sachs Violine
Dmitry Hahalin Viola
Michael Preuß Violoncello
Das 2014 gegründete Eliot Quartett zählt zu den interessantesten und vielversprechendsten Streichquartetten der neuen Generation. Das international besetzte Ensemble – die Mitglieder stammen aus Russland, Kanada und Deutschland – ist Preisträger von mehreren renommierten Wettbewerben. Es ist beim Kammermusikverein in Uffenheim bereits mit großem Erfolg aufgetreten.
In seiner Heimatstadt Frankfurt am Main ist das Eliot Quartett fester Bestandteil des Konzertlebens. In der Spielzeit 2024/25 erfüllt sich das Eliot Quartett mit der Aufführung aller Streichquartette Dmitri Schostakowitschs im Rahmen seines Konzert-Zyklus “DSCH & beyond” im Holzhasenschlösschen der Frankfurter Bürgerstiftung einen seit seiner Gründung gehegten Traum.
Seine künstlerische Ausbildung erhielt das Quartett an der HMDK in Frankfurt am Main sowie an der Escuela Superior Música Reina Sofía in Madrid.
Das Eliot Quartett ist nach dem US-amerikanischen Schriftsteller T. S. Eliot benannt, der sich von den innovativen, späten Streichquartetten Ludwig van Beethovens zu seinem letzten großen poetischen Werk Four Quartets inspirieren ließ.
Joseph Haydn (1732-1809)
Reiterquartett op. 74/3
Franz Schubert (1797-1828)
Quartettsatz D703
Streichquartett G-Dur, D887
Veranstaltungsort: Musikpavillon
Eintritt: 30,00 EUR
Seb. Breuninger, Tomoko Takahashi
Sonntag, 5. Juli 2026 18:00 Uhr
Duo

Sebastian Breuninger Violine
Tomoko Takahashi Klavier
Sebastian Breuninger war Preisträger verschiedener internationaler Wettbewerbe. Mit 21 Jahren wurde er Mitglied der Berliner Philharmoniker. 1997 wechselte er als 1. Konzertmeister zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Im Jahr 2001 wurde er 1. Konzertmeister des Gewandhausorchesters in Leipzig. Nach der Neugründung durch Claudio Abbado spielte er zwischen 2003 und 2015 im Lucerne Festival Orchestra, ab 2007 als Konzertmeister.
An der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy, Leipzig, und an der Orchesterakademie des Gewandhausorchesters unterrichtete er Violine und Kammermusik.
Bereits in den 1990er Jahren, vor der Gründung des Vereins der „Freunde der Kammermusik“, musizierte Sebastian Breuninger mehrere Male mit seinen Brüdern Albrecht und Jörg auf höchstem Niveau bei Hauskonzerten im Hause Wienand.
Tomoko Takahashi ist dank ihrer Flexibilität und Einfühlsamkeit ihres Klavierspiels eine gefragte Kammermusikpartnerin. Regelmäßig konzertiert sie mit Solisten der Berliner Philharmoniker. Sie gibt ihre Erfahrungen an junge Musiker weiter, u.a. innerhalb der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker. Als Dozentin lehrt sie in Berlin an der Universität der Künste und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler.
Franz Schubert (1797-1828)
Sonate für Violine und Klavier D-Dur, D 384, op. posth. 137/1
Frederick Delius (1862-1934)
Sonate für Violine und Klavier Nr. 3
Johann Sebastian Bach (1685-1750) /
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Ciaconna aus der Partita d-Moll BWV 1004
Gabriel Fauré (1845-1924)
Sonate für Violine und Klavier Nr. 1, A-Dur, op. 13
Veranstaltungsort: Musikpavillon
Eintritt: 30,00 EUR
Younee
Sonntag, 20. September 2026 18:00 Uhr
Klavierkonzert

Younee Klavier
Die südkoreanische Pianistin, Sängerin und Komponistin Younee lebt in Unterfranken. Sie begann bereits mit fünf Jahren Klavier zu spielen und studierte ab ihrem 19. Lebensjahr an der renommierten Yonsei University in Seoul. In Korea trat sie zunächst unter dem Künstlernamen Key auf. In ihrer Heimat schrieb sie auch Popsongs für andere koreanische Künstler. Als Free Classic & Jazz bezeichnet Younee ihre spontanen und ereignisreichen Streifzüge durch die Welten von Bach, Beethoven und Vivaldi, durch das Terrain von Keith Jarrett, durch die Rhythmik ihrer koreanischen Heimat. Die klassisch ausgebildete und preisgekrönte Pianistin, spielt – fast – alles, und all das mit ihrer ganz eigenen Prägung. Klassik, Blues, Jazz oder poppige Melodien – und singt auch dabei mit einer eindrucksvollen Stimme. Sie tritt sowohl in großen Konzertsälen als auch in kleineren Klubs auf.
Sie hat mehrere CDs veröffentlicht, von denen die ersten beiden in den Emil Berliner Studios produziert wurden.
Improvisationen
Veranstaltungsort: Obere Mühle, Mühlstraße 33, Uffenheim
Eintritt: 25,00 EUR
Frank Dupree Trio
Sonntag, 1. November 2026 18:00 Uhr
Jazzkonzert

Frank Dupree Klavier
Jakob Krupp Kontrabass
Meinhard „Obi“ Jenne Schlagzeug
Die Musik des Frank Dupree Trios ist voller Neugier und Virtuosität. Mit Leichtigkeit und einem ausgeprägten Einfühlungsvermögen gelingt es den drei international renommierten Künstlern immer wieder, vermeintliche Genregrenzen im besten Sinne wegzuspielen.
Der Pianist Frank Dupree ist als klassischer Pianist, Jazz-Pianist und als Dirigent tätig. 2014 wurde er zum einzigen Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs gekürt. 2018 gewann er den OPUS KLASSIK in der Kategorie Konzerteinspielung des Jahres (20./21. Jahrhundert). Frank Dupree ist Brückenbauer zwischen klassischer Musik und Jazz und zählt damit zu den vielversprechendsten Ausnahmekünstlern seiner Generation.
Er und Meinhard „Obi“ Jenne arbeiten bereits seit 2009 mit großem Erfolg und in zahlreichen Projekten zusammen. Seit 2020 komplettiert der Kontrabassist Jakob Krupp das Ensemble. Das Repertoire spannt einen musikalischen Bogen von Debussy, Ravel, Jazz Standards, Gershwin bis zu den wahnwitzig virtuosen und facettenreichen Werken von Nicolai Kapustin.
Veranstaltungsort: Obere Mühle, Mühlstraße 33, Uffenheim
Eintritt: 30,00 EUR
Quadro Nuevo
Samstag, 5. Dezember 2026 19:30 Uhr
Jazzkonzert

Mulo Francel Klarinette, Saxophone
D.D. Lowka Kontrabass, Percussion
Andreas Hinterseher Akkordeon, Bandoneon
Philipp Schiepek Gitarre
Das Ensemble Quadro Nuevo gründete sich 1996, um Filmmusik für den ORF einzuspielen. Ein neues Quartett mit einem unverwechselbaren Sound war geboren. Abseits der gängigen Genre-Schubladen hat das Ensemble Quadro Nuevo eine ganz eigene Sprache der Tonpoesie entwickelt. Mit vertrauten Stücken wie „Es ist ein Ros‘ entsprungen“, „Maria durch ein‘ Dornwald ging“ und „Alle Jahre wieder“ sowie Weihnachtsliedern aus fernen Ländern stimmt das hier dargebotene Programm des Quartetts auf die Advents- und Weihnachtszeit ein.
Weitere Stücke mit Tangorhythmen und Klängen aus aller Welt lassen das Konzert zu einem unverkennbaren Quadro-Nuevo-Abend werden. Das Quartett ist auf internationalen Bühnen zuhause und spielte auf zahlreichen renommierten Festivals wie etwa dem Montreal Jazz Festival, der Internationalen Jazzwoche Burghausen und dem Rheingau Musikfestival. Seit 2004 ist Quadro Nuevo mit unterschiedlichen Besetzungen ein treuer Gast bei den „Freunden der Kammermusik“ in Uffenheim.
Veranstaltungsort: Stadtkirche St. Johannis, Uffenheim
Eintritt: 30,00 EUR
Unsere Partner
